TTG-Rohrbach-St.Ingbert

Tischtennis

1. Herren

Klatsche beim Tabellenführer in Neuweiler

 „Wenn wir schon nicht Senioren spielen dürfen, dann spielen wir eben aktiv!“ So könnte man unsere Aufstellung vom letzten Wochenende auf den ersten Blick durchaus interpretieren, traten wir doch gleich mit fünf nominellen Seniorenspielern an; jedoch war dies aus der Not geboren, nachdem gleich drei Stammspieler teils kurzfristig absagen mußten. Dennoch war diese Interpretation auch an diesem Abend einer der Aufhänger, um über die Sinnhaftigkeit so mancher aktuellen Regelung trefflich zu diskutieren.

Zum Diskutieren hatten wir denn auch (natürlich im Freien und mit dem notwendigen Abstand) ausreichend Zeit, denn der eigentliche Wettkampf (oder besser „die Spielerei“) dauerte nicht allzu lange.

Im ersten Match des Abends war Thomas in seiner Spielweise einfach zu brav, um hier gegen Baatz auch nur irgendwie eine Chance zu haben. Ergebnis: Ein klares 0:3. Dann auch gleich die Enttäuschung des Abends, als Marc gegen Rothhaar zwar 2:1 in den Sätzen führte, seinen Gegner aber irgendwie unterschätzte und am Ende dann doch noch gratulieren mußte. Hier merkte man, dass man nur mit Taktik und Cleverness irgendwann im vorderen Paarkreuz keine Spiele mehr gewinnen wird. Völlig chancenlos danach Günter gegen Mayer mit gerade einmal sieben Punkten in drei Sätzen und auch Andreas hatte gegen Landoll an diesem Abend nicht gerade seine Sternstunde. Zwar gab er den ersten Satz nach Führung erst in der Verlängerung ab, danach war aber die Luft raus. Michael kämpfte danach gegen Huth so gut er konnte, mußte aber am Ende ebenso ein 0:3 hinnehmen wie auch Wenmin etwas überraschend gegen Mühlbach. Zumindest hier hatte man doch insgeheim mit einem Punkt gerechnet.

Zwischenstand: 0:6

Im Duell der Spitzenspieler zwischen Marc und Baatz konnte Marc nach deutlich verlorenem ersten Satz ausgleichen, führte im dritten Satz mit 5:1, um dann keinen Punkt mehr gewinnen zu können! Unglaublich! Erwähnenswert noch der Punktgewinn von Baatz zum 5:5, ein Ballwechsel auf WM-Niveau – die ganze Halle applaudierte. Auch der vierte Satz ging dann verloren, eine weitere Niederlage für unseren Spitzenmann. Thomas hatte das Spiel gegen Rothhaar wohl schon vor Beginn gedanklich abgehakt, merkte erst bei 0:2-Rückstand, dass doch etwas möglich wäre, aber leider zu spät. Andreas spielte gegen Mayer bis zum jeweiligen Satzende gut mit, machte aber insgesamt zu viele Aufschlag-Rückschlagfehler, so dass es am Ende nicht reichen konnte. Günter verlor danach zwar gegen Landoll, holte aber zumindest einen Satz für uns (viele waren es ja nicht). Wenmin machte Huth mehr Probleme als gedacht, mußte nach verlorenem ersten Satz den zweiten Durchgang trotz einiger Satzbälle in der Verlängerung leider abgeben, was bereits die Entscheidung bedeutete. Und auch das letzte Spiel von Michael gegen Mühlbach ging deutlich verloren, wenn auch Michael anschließend der Meinung war: „Da war eigentlich was drin!?“

Endstand:  0:12

Unsere Punkteausbeute im Einzelnen:

entfällt

Spielerisch ein Desaster, aber sei‘ s drum; erst die kommenden drei Partien werden wohl über den Klassenerhalt entscheiden (geht man davon aus, dass die Meisterschaft nach der Vorrunde wieder eingefroren wird!?). Dann muß aber „die Hütte brennen“!!

Übrigens: Die dritte Halbzeit fand als Stehparty im Freien statt, was aber als großes Lob an den Gastgeber zu verstehen ist, der alles versuchte, zumindest eine gewisse Normalität zu versprühen.

Fazit: So richtig Spaß gemacht hat es auch diesmal nicht, ist aber leider aktuell nicht zu ändern…


 Überraschender Punktgewinn

 Auch das zweite Spiel dieser doch „etwas ungewöhnlichen“ Vorrunde begann mit der Umsetzung des skizzierten Hygienekonzeptes, was in heimischer Halle doch wesentlich mehr Zeit in Anspruch nahm als erwartet. Aber auch hier dürften wir in puncto Maximaldesinfektion bald ausreichend geübt sein und wer weiß, was beim nächsten geplanten Heimspiel im November sein wird?

Neben der ausgiebigen Beachtung der Hygieneregeln wurde (natürlich) auch Tischtennis gespielt und dies anfangs von unserer Seite nicht gerade sehr erfolgreich.

Die beiden ersten Spiele im vorderen Paarkreuz als auch im mittleren Paarkreuz gingen äußerst schnell an Mandelbachtal, so dass es beim Stande von 0:4 nach einer schnellen Sache aussah. Andreas gegen F. Müller konnte danach verkürzen und auch Frank konnte am Ende äußerst knapp gegen Meiser etwas Zählbares beisteuern, wobei Frank das Spiel bereits nach drei Sätzen hätte gewinnen müssen, bei einer 2:0-Führung, 9:9 + Aufschlag + 2 nahezu 100%-tige Chancen! Aber sei’s drum.

Zwischenstand: 2:4

Auch die weiteren beiden Spitzeneinzel gingen deutlich an den Gegner, so dass beim Stande von 2:6 nur noch die Höhe der Niederlage diskutiert wurde. Aber unverhofft kommt oft und damit eine faustdicke Überraschung, die unser Thai-Vi gegen Bernd Müller schaffte. Kaum einer hätte vorher gedacht, dass hier etwas zu holen wäre; doch mit seinem ruhigen, überlegten, unspektakulären Spiel brachte er seinen Gegner schier zur Verzweiflung, so dass dieser (zusätzlich genervt durch die äußeren Umstände) Fehler um Fehler machte und am Ende gratulieren mußte. Tolle Leistung! Auch Thomas spielte in seinem zweiten Einzel gegen Kos Klassen besser als zuvor, hatte in teils spektakulären Rallyes meist das Glück auf seiner Seite und konnte am Ende verdient ein 3:1 nach Hause bringen. Wir waren wieder dran und schnupperten plötzlich an einer Überraschung…

Während Andreas im Match gegen Meiser hohe Höhen und tiefe Tiefen durchschritt und sich am Ende im Entscheidungssatz wiederfand, konnte Frank gegen F. Müller am Ende doch deutlich gewinnen und einen weiteren Punkt einfahren, so dass im letzten Satz des Abends bei 5:6-Gesamtzwischenstand (im Entscheidungssatz Andreas S. gegen Andreas M.) die Frage Punktgewinn JA oder NEIN geklärt werden mußte. Doch anders als oftmals zuvor konnte der Capitano gleich mit 5:1 in Führung gehen und baute diese Führung mit überlegtem Spiel bis zum 10:4 aus; noch drei kleine Wackler, doch dann war mit 11:7 dieser Satz gewonnen und die Überraschung doch noch geschafft. Das ging runter wie Öl.

Endstand:  6:6

Unsere Punkteausbeute im Einzelnen:

Thai-Vi, Thomas, Andreas (2x), Frank (2x)

Spielerisch war (ab der Mitte) eine deutliche Steigerung zum Spieltag zuvor erkennbar, das läßt hoffen. Die dritte Halbzeit war eine rein private Angelegenheit im sehr kleinem Kreis.

Fazit: Es bleibt abzuwarten, wie viele Spieler unter diesen Bedingungen nach dieser Runde weiterhin aktiv spielen werden!?

A.St.

Hohe Niederlage im ersten Corona-Spiel in der Geschichte der TTG

 Das erste Meisterschaftsspiel der Saison 2020/2021 dürfte wohl noch lange in Erinnerung bleiben, wobei die historisch hohe 2:10-Niederlage (solch ein Ergebnis gab es in der Geschichte der TTG auch noch nicht) gegen den Gastgeber aus Lautzkirchen wohl nur eine punktuelle Randnotiz bleiben wird. Zu sehr drehte sich die Szenerie um Hygieneaspekte wie Desinfizieren, Abstand, Desinfizieren, Lüften, Desinfizieren, Maske, Desinfizieren…

Es ist aber müßig, an dieser Stelle darüber weitere Abhandlungen zu formulieren…

 

Nun kurz zum eigentlichen „Wettkampf“:

 

Hier merkte (z.T. auch optisch nicht zu übersehen) man allen Spielern (und hier insbesondere auf unserer Seite) die lange Wettkampf- und Trainingspause mehr als deutlich an, ein Augenschmaus waren die einzelnen Begegnungen sicher nicht.

Nachdem die Austragung der Doppelbegegnungen vom Verband kurzfristig gestrichen wurde,

begann man direkt mit den Einzelpartien. Erster Spiel erster Satz, Koch gegen Stachel, Ergebnis: 0:11. Das ging ja gut los…Am Ende ein klares 0:3. Auch Marc brauchte gegen Rupp zwei Einspielsätze“ bis er einigermaßen an die Bälle rankam, holte dann mächtig auf (weil Rupp dann auch die Puste schon langsam ausging), verlor aber den Entscheidungssatz. Während sich Thai-Vi gegen Hung-Tung eine schwere Klatsche abholte, gewann Thomas gegen Boytschuk die ersten beiden Sätze, doch dann überkam ihn wohl das Mitleid, seinem weinerlichen Gegner gleich die erste Saisonniederlage zufügen zu müssen und gab das Spiel dann lieber noch in fünf Sätzen ab. Fazit: „Mitgefühl wird meist nicht belohnt !“

Nachdem auch Gerd gegen Grünholz nichts zu holen hatte, blieb es am Capitano in einem von Aufschlagfehlern geprägten Spiel gegen Muys, unseren ersten Punkt einzufahren.

 Zwischenstand: 1:5

 Im Duell der Spitzenspieler (wobei dies nicht unbedingt heißt, daß es auch ein Spitzenspiel war) konnte Marc seine Cleverness gegen Koch ausspielen und gewann deutlich.

Danach mußten wir zwei unglückliche 5-Satz-Niederlagen einstecken, sowohl Niklas gegen Rupp als auch Thomas gegen Tung-Hung. Hier fehlte -von außen betrachtet- bei Niklas die Cleverness, bei Thomas leider der unbedingte Siegeswille. Somit war das Spiel eigentlich gelaufen; es wurden aber alle Partien ausgetragen.

Thai-Vi holte sich gegen Boytschuk eine weitere Klatsche ab, Andreas verlor etwas unnötig gegen Grünholz und Gerd mußte sich anschließend im fünften Satz in der Verlängerung geschlagen geben.

 Endstand:  2:10

 unsere Punkteausbeute im Einzelnen:

Marc, Andreas

 Spielerisch noch viel Luft nach oben, die dritte Halbzeit fiel leider aus.

 Fazit: Spaß sieht anders aus… Lei

A.St.